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Kakteen-Krankheiten und Schädlinge erkennen

Wollläuse, Wurzelläuse, Spinnmilben und Fäulnis — woran du sie erkennst, was wirklich hilft und wann eine Pflanze nicht mehr zu retten ist.

Kakteen sind robust, aber nicht unverwundbar. Fast alle ernsten Probleme gehen auf zwei Ursachen zurück: saugende Insekten oder zu viel Feuchtigkeit an der falschen Stelle.

Wollläuse — der häufigste Gast

Erkennen: kleine weiße Wattebäusche in den Areolen, in Rippenfalten und zwischen den Dornen. Darunter sitzt ein rosafarbenes, ovales Insekt. Bei starkem Befall wird die Pflanze klebrig von Honigtau, auf dem sich schwarzer Rußtau ansiedelt.

Behandeln:

  1. Einzelne Nester mit einem in Spiritus getauchten Wattestäbchen abtupfen
  2. Bei größerem Befall die Pflanze mit einer Lösung aus Wasser, einem Spritzer Spiritus und wenig Schmierseife einsprühen — nicht in der Sonne
  3. Nach zehn Tagen wiederholen, weil die Eier den ersten Durchgang überstehen
  4. Nachbarpflanzen kontrollieren, Wollläuse wandern

Hartnäckige Fälle erledigt ein systemisches Mittel über das Gießwasser. Das wirkt auch dort, wo man nicht hinkommt.

Wurzelläuse — die unsichtbare Variante

Sie sitzen unter der Erde und fallen erst auf, wenn die Pflanze ohne erkennbaren Grund stagniert. Beim Umtopfen findet man weiße, mehlige Nester an den Wurzeln und am Topfrand.

Behandeln: Wurzelballen komplett abbrausen, alle befallenen Wurzeln abschneiden, Topf wegwerfen oder auskochen, in frisches mineralisches Substrat setzen und zwei Wochen trocken halten.

Deshalb gilt die Regel: Beim Umtopfen immer die Wurzeln ansehen. Wer den Ballen nur umsetzt, übersieht den Befall jahrelang.

Spinnmilben — bei trockener Heizungsluft

Erkennen: feine Gespinste zwischen Dornen und Rippen, darunter eine rostbraune, später korkige Verfärbung der Epidermis. Die Tiere selbst sind kaum zu sehen.

Behandeln: Luftfeuchte erhöhen, Pflanze kräftig abbrausen, bei Bedarf ein Akarizid. Die braunen Narben bleiben — sie wachsen nicht heraus.

Fäulnis — der ernste Fall

Weiches, glasiges oder bräunlich verfärbtes Gewebe bedeutet Fäulnis. Entscheidend ist, wo sie sitzt:

Ort Aussicht Vorgehen
Einzelne Stelle an der Flanke gut großzügig ins gesunde Gewebe schneiden, trocknen lassen
Von der Wurzel aufsteigend kritisch Kopfsteckling retten, Rest verwerfen
Am Vegetationspunkt oben schlecht meist verloren

So schneidest du richtig:

  1. Mit einem sauberen, scharfen Messer arbeiten, zwischen den Schnitten abflammen oder desinfizieren
  2. So lange abtragen, bis die Schnittfläche vollständig hell und fest ist — jeder bräunliche Strang ist bereits infiziert
  3. Die Wunde nicht eincremen oder versiegeln, sondern an einem luftigen, schattigen Platz antrocknen lassen, eine bis drei Wochen
  4. Erst wenn sich eine trockene Korkschicht gebildet hat, auf trockenes Substrat stellen und nach weiteren zwei Wochen vorsichtig anfeuchten

Was wie eine Krankheit aussieht, aber keine ist

Nicht jede Verfärbung ist ein Problem:

  • Verkorkung von unten — eine braune, holzige Schicht, die am Fuß beginnt und langsam nach oben wandert, ist normales Altern
  • Rötliche Färbung in voller Sonne ist Sonnenschutz, kein Stress
  • Eingefallene Flanken im Winter sind erwünscht; die Pflanze schrumpft, weil sie trocken steht, und füllt sich im Frühjahr wieder

Vorbeugen schlägt behandeln

  • Neue Pflanzen vier Wochen getrennt stellen und beobachten
  • Jährlich beim Umtopfen die Wurzeln prüfen
  • Mineralisch und durchlässig pflanzen, nie in reine Blumenerde
  • Im Winter kühl und trocken halten — die meisten Fäulnisfälle entstehen zwischen November und Februar

Im Video erklärt

Anleitungen von Kakteengärtnern und Fachkanälen.

Kakteen umtopfen - so geht's | Kaffee oder Tee

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Kaktus umtopfen leicht gemacht | Tutorial

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Kakteen umtopfen Anleitung / Kaktus umtopfen - Wann Jahreszeit, wie, welche Erde, Topfgröße uvm.

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